01.09.2012

In der Nacht

Wieder liege ich wach. Warum kann mein Kopf nicht einfach still sein? Ich denke zu viel. Ich sehe zu viel. Verliere ich den Verstand? Wenn mein Blick den Spiegel trifft, erwarte ich eine Gestalt im Spiegel zu erblicken, die hinter mir steht und die mich düster anschaut. Ich fühle Berührungen die nicht da sind. Ich sehe Schatten, die durch mein Zimmer huschen. Mein Körper spielt mir Streiche. Waren das gerade Schritte? Haben dort in der Ecke eben Augen aufgeblitzt? War da nicht ein leises flüstern? Das Haus knackt. Mein Herz überschlägt sich. Mein Fenster beschlägt und in dem trüben zeichnet sich ein Ausrufezeichen ab. Das bilde ich mir diesmal nicht ein! Ich kuschel mich fest in meine Decke, so als ob sie jede Gefahr von mir fern halten könnte. Ich schalte den Fernseher an. Ablenkung. Als die ersten Sonnenstrahlen die Erde berühren kann ich das Licht aus machen und den Fernseher abschalten. Doch das Gefühl beobachtet zu werden und nicht allein in meinem Zimmer zu sein verlässt mich nicht.

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